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"Die beste Entscheidung meines Lebens"

Rouhllah Nouri ist einer von 17 Umschülern zwischen 22 und 49 Jahren, die gerade ihre Prüfung zum Industriemechaniker abgelegt haben. „Es ist ein großes Glück für mich, dass ich diese Umschulung machen konnte“, sagt er.
Er ist in Afghanistan geboren, hat im Iran gelebt und ist 1999 von dort nach Deutschland gekommen. Im Heimatland hatte er im Elektrobereich gearbeitet. „Aber das war keine Ausbildung wie in Deutschland.“ Hier ist er zunächst bei einem Bauunternehmen beschäftigt, später als LKW- und Taxifahrer, schließlich arbeitet er als Vorstandsfahrer bei einem Mannheimer Unternehmen. Die unregelmäßigen Arbeitszeiten sind allerdings nicht sehr familienfreundlich. Hinzu kommt, dass der zweifache Familienvater bereits 35 Jahre alt ist und endlich eine Ausbildung machen möchte, denn mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger. „In Deutschland ist es einfach wichtig, eine Ausbildung zu haben“, sagt er. Sein Interesse liegt im Metallbereich. Als er sich arbeitssuchend meldet, schlägt ihm die Agentur für Arbeit in Ludwigshafen die Umschulung beim VFBB e. V. in Speyer vor, die in Kooperation mit der Ausbildungswerkstatt der PFW Aerospace GmbH und der GABIS GmbH durchgeführt wird. Er bewirbt sich sofort.

Schon im Bewerbungsverfahren tritt er motiviert auf und überzeugt mit seiner Persönlichkeit. „Seine Beurteilung war derart positiv, wir mussten ihn einfach nehmen“, erinnert sich VFBB-Betreuer Jörg Martin. Während der Umschulungsdauer sind zwei Praxisphasen von insgesamt neun Monaten in einem Kooperationsbetrieb vorgesehen. Für das erste Praktikum bewirbt sich Herr Nouri bei der Engelsmann AG in Ludwigshafen. „Ein Fußballkollege arbeitet dort, er hat mir von dem Unternehmen erzählt, dann habe ich mich dort beworben und wurde genommen“, erzählt er. „Nach ein paar Wochen...

Sprache ist das Allerwichtigste

Donnerstag, 13 Juni 2019

B2-Sprachniveau und Berufsreife erreicht: Grundlage für eine Ausbildung in Deutschland

24.5.2019: Wir treffen Hossein Hosseinzada an seinem letzten Prüfungstag zum Hauptschulabschluss, direkt nach seiner mündlichen Deutschprüfung zusammen mit seiner Lehrerin Marina Kavelj zum Interview. Für beide ist der Prüfungstag zu Ende, Herr Hosseinzada hat seinen Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,7 bestanden und ist sehr erleichtert. Der 33-Jährige ist in Afghanistan geboren und im Iran aufgewachsen, wo er zwölf Jahre die Schule besucht hat. Sein beruflicher Werdegang führte ihn im Heimatland in die Bereiche Elektrotechnik, in Beratung, Verkauf und Umgang mit Computerhardware. Als Maurer und Stuckateur hat er jedoch die meiste Berufserfahrung erworben. Ende 2016 ist er mit Ehefrau und Kleinkind nach Deutschland gekommen, ein weiteres Kind ist 2017 hier geboren.

„Wenn du irgendwo hinkommst und nicht die Sprache sprichst, hast du keine Chance.“ So begründet er seine Motivation, möglichst schnell und gut Deutsch sprechen zu wollen. „Sprache ist das Allerwichtigste, das habe ich auf der Flucht gemerkt.“ Im Februar 2018 kam er in den Integrationskurs beim VFBB e. V. in Ludwigshafen. Dass er als Pflegefachkraft später gute Berufschancen haben wird, wusste Herr Hosseinzada. Deshalb wurde er über die begleitende Berufsorientierung zum Probepraktikum in ein Ludwigshafener Seniorenheim vermittelt, damit er sich einen Einblick in das Berufsfeld verschaffen konnte. Direkt danach bot man ihm dort eine geringfügige Beschäftigung an den Wochenenden an, die er gerne annahm. Bis heute arbeitet er dort. Zu seinen Aufgaben gehört die Unterstützung der Senioren in der Grundpflege, bei den Mahlzeiten sowie bei der Bewältigung ihres Alltags. „Alte Menschen suchen Ohren“, sagt er. Aufgrund dieser Erfahrungen konnte er sich eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer gut vorstellen. Ende Juni 2018 hatte er das B1-Sprachniveau erreicht, der Integrationskurs endete mit dem Deutschtest für Zuwanderer (DTZ) und dem Orientierungskurs ‚Leben in Deutschland‘. 

„Ich wollte meinen Kindern beweisen, dass ich das kann.“

22.5.2019: Rebecca Müller kommt gerade aus ihrer mündlichen Bioprüfung. Sie ist eine von 18 Personen, die ihren Hauptschulabschluss beim VFBB e. V. nachgeholt haben, davon sieben am Standort Speyer und elf in Ludwigshafen. Alle haben sie unterschiedliche private Herausforderungen zu meistern. Dennoch hat die Gruppe mit einem Durchschnittsalter von 31 Jahren die Berufsreife in Angriff genommen und erfolgreich gemeistert. Das ist der Grundstein für eine anschließende Ausbildung und somit für ihre berufliche Zukunft.

Kurz vor Kursbeginn im Oktober hatte sich die Ludwigshafenerin Rebecca Müller noch angemeldet. Da aber der dortige VFBB-Kurs schon komplett belegt war, entschied sie sich kurzerhand, in Speyer teilzunehmen. Kurz vorher bekam sie für ihre jüngste Tochter einen Ganztagsplatz in der Kita, was ihr den nötigen Freiraum verschaffte. „Am Anfang war ich noch unsicher, aber dann hat das sofort gepasst. Ich hatte so viel Spaß am Lernen“, erzählt die 34-jährige Mutter.

„Frau Müller war von Anfang an hoch motiviert, sie hatte Lust, Neues zu lernen. Sie fand alle Unterrichtsthemen spannend und arbeitet sehr genau“, erinnert sich Birgit Flügel, die sie beim VFBB e. V. unterrichtete. „Sie war von sich selbst überrascht, wie gut sie ist.“ Frau Müllers Ziel war von Anfang an, den Kurs so gut wie möglich abzuschließen, um ihren vier Kindern zwischen vier und 18 Jahren ein gutes Vorbild zu sein. „Ich wollte sicherer werden, wenn ich meinen Kindern mit den Hausaufgaben helfe.

Mit "Rückenwind" in die Ausbildung - So klappt der Berufseinstieg!

Das Jugendteam des VFBB e. V. lädt Schüler, Jugendliche und Eltern am 16.5.2019 ab 17:30 zur Berufsinformationsmesse in die Speyerer Stadthalle ein. Erfahrene Coaches berichten am Stand Nr. 25 (großer Saal) über Projekte und Unterstützungsangebote des VFBB e. V., damit Jugendlichen der Einstieg in eine Ausbildung gelingt. 

 Datum:  Donnerstag, 16. Mai 2019 ab 17:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr
 Ort:  Stadthalle Speyer, Obere Langgasse 3, Stand Nr. 25, großer Saal
 Veranstalter:   Integrierte Gesamtschule im G-F-Kolb Schulzentrum

Seit 12. April 2019 befindet sich das Job-lokal in der Lessingstraße 9 in neuen, größeren Räumlichkeiten. In der Passage rechts neben der Post befindet sich der Eingang. Das Team steht dort zu gewohnten Öffnungzeiten zur Verfügung.

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